Wie Lang Muss Man Am Tag Schlafen
Ausschreitungen bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Brüssel
Bei Protesten gegen verschärfte Corona-Maßnahmen in Brüssel ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Auf Bildern, die die Nachrichtenagentur Belga verbreitete, waren Polizeiwagen mit zerbrochenen Scheiben, brennende Barrikaden und der Einsatz von Pyrotechnik zu sehen. Die Polizei bestätigte, dass sie am Sonntag Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt hat. Sie kündigte am frühen Abend an, Unruhestifter festnehmen zu wollen. Einer ersten Schätzung der Einsatzkräfte zufolge beteiligten sich rund 35.000 Menschen an der zunächst friedlichen Demonstration.
Auf Videos auf Twitter, die die Proteste zeigen sollen, ist zu sehen, wie Feuerwerkskörper und andere Wurfgeschosse gegen die Polizei eingesetzt wurden und es zu Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften kam. Die Demonstration sei von der Stadt Brüssel genehmigt worden, sagte eine Polizeisprecherin Belga zufolge am Nachmittag. Gemeinsam mit den Ordnungskräften sei eine Route bis in das Europaviertel der belgischen Hauptstadt festgelegt worden. Die Demonstranten kritisieren dem Bericht zufolge unter anderem die zunehmende Pflicht Corona-Zertifikaten in Restaurants und anderen Lebensbereichen vorzeigen zu müssen. (dpa)
Spahn verteidigtBiontech-Bestellobergrenzen
Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat betont, dass eine Rücknahme der viel kritisierten Bestellobergrenzen für Biontech-Impfstoff nicht möglich sei. „Ich kann's deswegen nicht zurückziehen, weil es einfach 'ne Frage der verfügbaren Menge ist", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt". „Wir halten da nichts zurück. Ich kann ja keinen Impfstoff ausliefern von Biontech, der nicht da ist."
Die Nachfrage sei wahnsinnig gestiegen in den letzten zwei Wochen, „wir werden allein ab morgen sechs Millionen Biontech-Dosen ausliefern", sagte Spahn. Durch diese massive Nachfrage laufe „unser Biontech-Lager gerade leer". „Und es ist einfach so, dass ich im Moment (...) - also ab übernächster Woche, wenn jetzt die große Lieferung war - nicht mehr als zwei bis drei Millionen Impfdosen Biontech zur Verfügung habe." Er räumte ein: „Das hätten wir klarer noch kommunizieren müssen."
Es gebe aber mit dem Impfstoff von Moderna eine gute, genauso wirksame Alternative. „Also die entscheidende Botschaft ist: Impfstoff ist genug da", unterstrich Spahn. (dpa)
Wüst plädiert für höheren Kontrolldruck bei Corona-Auflagen
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich für einen höheren Kontrolldruck zur Durchsetzung der verschärften Corona-Auflage ausgesprochen. „Wir brauchen deutlich regelmäßigere Stichpunktkontrollen - nicht nur im ÖPNV, auch in der Gastronomie und überall da, wo 2G und 3G oder 2G plus gilt", sagte der CDU-Politiker am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin". Nordrhein-Westfalen mache das im Regionalverkehr so, dass das Land den Betreibern der Züge Geld dafür gebe, zusätzliches Kontrollpersonal einzustellen.„Wir haben jetzt einen faktischen Lockdown zunehmend für die Nichtgeimpften, um sie zu schützen - auch, um sie noch zu motivieren, sich vielleicht doch noch impfen zu lassen", stellte der NRW-Ministerpräsident fest. Doch ohne Kontrollen werde das nicht funktionieren. „Wir brauchen Kontrolldruck. Und wir brauchen dann - bei Verstößen - auch härtere Strafen, die wir beispielsweise in Nordrhein-Westfalen mit einem neuen Bußgeldkatalog auch machen."
Der Ministerpräsident plädierte bei der Bekämpfung der Pandemie ausdrücklich für Lösungen, die sowohl den unterschiedlichen Inzidenzraten in den Bundesländer als auch dem Impfstatus der Menschen Rechnung tragen. „Wir müssen, finde ich, auch aufpassen, dass wir jetzt nicht denen, die alles gemacht haben, was unsere Gesellschaft sich von ihnen gewünscht hat - nämlich aufgepasst haben, sich haben impfen lassen - gleich mit einem generellen Lockdown im Grunde wieder die Tür vor der Nase zuschlagen", betonte Wüst.
Schaltkonferenz der Länder-Gesundheitsminister mit Spahn zu Corona
Die Gesundheitsminister der Länder beraten am Montag über die Corona-Lage. An der Schaltkonferenz nimmt auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) teil. Seine Pläne, die Abgabe des Biontech-Impfstoffs am Hausärzte zu begrenzen, waren am Wochenende auf massive Kritik gestoßen. Auch der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), Bayerns Ressortminister Klaus Holetschek (CSU), hatte Spahn aufgefordert, die Pläne zurückzuziehen.
Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Freitag angekündigt, dass die Höchstabgabemenge von Biontech-Impfstoff an niedergelassene Ärzte auf 30 Impfdosen pro Woche beschränkt werden soll. Hintergrund ist, dass die Nachfrage der Praxen das Angebot in den kommenden Wochen übersteigen dürfte. Das Ministerium warb deshalb dafür, vermehrt den Moderna-Impfstoff einzusetzen - auch weil andernfalls ab Anfang kommenden Jahres der Verfall bereits eingelagerter Dosen droht. (dpa)
Putin bekommt Booster-Impfung
Inmitten der dramatischen Corona-Lage in Russland hat sich Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben eine Auffrischungsimpfung verabreichen lassen. Er habe sich am Sonntag mit dem russischen Impfstoff Sputnik Light impfen lassen, sagte der 69-Jährige am Abend in Moskau dem Kreml zufolge. Zwei Stunden nach dem sogenannten Boostern gehe es ihm gut. Wie bereits bei seiner ersten Impfung im Frühjahr waren auch diesmal keine Kameras zugelassen. Veröffentlicht wurde lediglich ein Video, das Putin im Gespräch mit Denis Logunow vom Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie zeigt. Dessen Wissenschaftler haben das Vakzin Sputnik V entwickelt.Logunow zufolge haben sich mittlerweile mehr als 50 Millionen Menschen in Russland mit Sputnik impfen lassen. Die Impfkampagne in dem Land mit rund 146 Millionen Menschen läuft aber wegen einer weit verbreiteten Skepsis nur schleppend. Erst 40 Prozent der Bevölkerung sind laut Statistik vollständig geschützt.
Am Sonntag meldeten die Behörden 1252 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden - der zweithöchste Tageshöchstwert seit Beginn der Pandemie. Zudem gab es fast 37 000 Neuinfektionen binnen eines Tages. (dpa)
Kinder- und Jugendärzte fordern Impfpflicht für Erwachsene
Angesichts der vierten Corona-Welle fordert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte eine allgemeine Impfpflicht für Erwachsene. Dies sei auf der Delegiertenversammlung am Sonntag in einer Resolution beschlossen worden, teilte der Verband mit. „Impfungen tragen zu einer Rückkehr zur Normalität und zur Wiedereinsetzung der Grundrechte aller Bürger, aber insbesondere der Grundrechte der Kinder und Jugendliche bei", heißt es in der Mitteilung.
Verbandspräsident Thomas Fischbach sagte demnach, Kinder und Jugendliche hätten seit Beginn der Pandemie die größten Opfer gebracht. Unter den Lockdown-Maßnahmen hätten sie mehr gelitten als andere Gruppen. „Viele haben psychosoziale Störungen entwickelt, Adipositas, Spielsucht und Lernrückstände." Vor allem Kinder aus sozial prekären Familien Geld hätten gelitten - und litten weiterhin. „Das können wir nicht länger hinnehmen als Gesellschaft, wenn wir nicht eine ganze Generation verlieren wollen." (dpa)
Hessen will 400.000 Impfungen pro Woche
Hessen will das Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus deutlich erhöhen. „Wir werden bis spätestens 5. Dezember mindestens 400.000 Impfungen pro Woche möglich machen", kündigte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Sonntag an. Das sei fast das Doppelte der etwa 220.000 Impfdosen, die zur Hochzeit im Frühsommer in den Impfzentren verabreicht worden sei.
Eine Impfallianz aus Kassenärztlicher Vereinigung, Landesärztekammer, Hausärzteverband, Apothekerkammer und -verband, Kommunalen Spitzenverbänden sowie dem hessischen Sozialministerium habe nun eine konzertierte Aktion zum Ausbau der Impfkapazitäten vereinbart. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt mittlerweile allen Erwachsenen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus. In der Regel soll dieses sogenannte Boostern sechs Monate nach der letzten Impfung erfolgen. (dpa)
Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Baden-Württemberg
Ungeimpfte in drei Corona-Hotspots von Baden-Württemberg dürfen von Montag an nachts nur noch aus triftigem Grund ihre Wohnungen verlassen. Das Verlassen der eigenen vier Wände in den Hotspots Schwarzwald-Baar-Kreis, Ostalbkreis und Biberach sei diesen Menschen zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch beispielsweise für medizinische Notfälle und aus Arbeitsgründen erlaubt, sagte der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl, der Deutschen Presse-Agentur am Wochenende in Stuttgart. Es sei davon auszugehen, dass es bis zur Wochenmitte und damit bis zur neuen Corona-Verordnung nicht bei diesen drei Kreisen bleibe. Der für das Ministerium ausschlaggebende Inzidenz-Schwellenwert sei „600 und eine dynamische Lage", sagte Lahl. Mehrere Kreise waren da am Wochenende nah dran.Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag im Schwarzwald-Baar-Kreis am Samstag bei 606, im Ostalbkreis bei 702,2 und im Kreis Biberach bei 631,9. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. (dpa)
Mehrere Tausend demonstrieren in Brüssel gegen Corona-Maßnahmen
Mehrere Tausend Menschen sind in Brüssel gegen verschärfte Corona-Maßnahmen in Belgien auf die Straße gegangen. Die Demonstration sei von der Stadt Brüssel genehmigt worden, sagte eine Sprecherin der Polizei Brüssel-Ixelles der Nachrichtenagentur Belga zufolge am Sonntag. Gemeinsam mit den Ordnungskräften sei eine Route bis in das Europaviertel der belgischen Hauptstadt festgelegt worden. Die Demonstrantinnen und Demonstranten kritisieren dem Bericht zufolge etwa, dass es zuletzt öfter nötig ist, ein Corona-Zertifikat etwa in Restaurants und anderen Lebensbereichen vorzuzeigen. Die Proteste waren bis zum frühen Sonntagabend geplant.Ähnlich wie in Deutschland war die Zahl der täglichen Corona-Infektionen auch in Belgien in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Zuletzt wurden in dem Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern im Durchschnitt mehr als 12.000 Neuinfektionen am Tag verzeichnet. Am vergangenen Montag lag der Wert bei mehr als 20.000 Fällen. Zwischen dem 13. und 19. November gab es durchschnittlich 268,3 coronabedingte Krankenhauseinweisungen pro Tag, wie Belga unter Berufung auf amtliche Mitteilungen berichtete. Das sei mit Blick auf die Vorwoche ein Anstieg von 29 Prozent. (dpa)
Jetzt ist ein Punkt gekommen, an dem wir ganz klar sagen müssen: Wir brauchen eine De-facto-Impfpflicht und einen Lockdown für Ungeimpfte.
Tilman Kuban, Vorsitzender der Jungen Union
Kinderärzte warnen eindringlich vor erneuten Schulschließungen
Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, plädiert "dringend dafür, den Schulbetrieb während der gesamten vierten Welle aufrechtzuerhalten", wie er der "Rheinischen Post" sagte.
Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnte vor neuerlichen Einschränkungen für Kinder und Jugendliche. Schul- und Kitaschließungen würden nie primär dem Schutz der Minderjährigen dienen, sondern dem Schutz der Erwachsenen, vor allem der ungeimpften Erwachsenen.
BVKJ-Bundessprecher Jakob Maske verwies in der "Rheinischen Post" zudem auf die schweren Folgen der Lockdown-Maßnahmen. Zu beobachten sei eine immense Zunahme von psychiatrischen Erkrankungen, krankhaftes Übergewicht, Spielsucht, Lernrückständen sowie das Aufklappen der sozialen Schere. (dpa)
Schleswig-Holsteins Regierungschef Günther offen für Impfpflicht
Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) hat sich offen für eine generelle Corona-Impfpflicht gezeigt. Er hoffe zwar noch, "dass es am Ende ohne allgemeine Impfpflicht geht", sagte er im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". "Wenn nicht, bin ich allerdings auch bereit, diesen Schritt zu gehen". Deutschland dürfe "nicht dauerhaft von dieser Pandemie dominiert werden." (dpa)
Unbekannte legen Feuer in zwei Corona-Testzentren
Zwei Corona-Schnelltestzentren sind am Sonntag im Münsterland in Brand gesetzt worden. Am frühen Morgen hatte ein Zeuge zunächst ein Feuer bei der Teststation in Ahaus gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Ein Pavillon und ein Container wurden beschädigt. Wenige Stunden später brannte nach Angaben der Polizei ein Testzelt in Gronau. An den Schnelltestzentren entstand insgesamt ein Schaden von rund 20.000 Euro. Die Polizei ermittelt, ob es zwischen den Bränden eine Verbindung gibt. An beiden Testzentren sei es in der Vergangenheit bereits zu Brandstiftung gekommen. Ein politisches Motiv für die Tat werde nicht ausgeschlossen. (dpa)
Thüringens Vize-Ministerpräsident bringt 2G im Einzelhandel ins Gespräch
Im Kampf gegen die sich zuspitzende Corona-Pandemie hat sich Thüringens Vize-Ministerpräsident Georg Maier (SPD) dafür ausgesprochen, auch über eine 2G-Regelung im Einzelhandel wie in Sachsen nachzudenken. „Das muss man in Erwägung ziehen", sagte Maier am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die sächsische Landesregierung hatte am Freitag schärfere Corona-Maßnahmen angekündigt, die einem Teil-Lockdown gleichkommen. Dazu gehört auch eine 2G-Regelung für den Einzelhandel. 2G bedeutet, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zugang haben. Ausnahmen sind unter anderem für Supermärkte, Drogerien und andere Läden geplant.„Wir müssen damit rechnen, dass nicht Geimpfte vermehrt nach Thüringen kommen zum Einkaufen", sagte Maier. Das sei ein Riesenproblem. Maier betonte zugleich, dass es Ausnahmen für Geschäfte des täglichen Bedarfs geben müsse. Bisher war 2G in Thüringen nicht für den Einzelhandel geplant. (dpa)
Israel impft ab Dienstag Kinder ab fünf Jahren
Die Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegen das Coronavirus soll in Israel am Dienstag beginnen. „Dies sind spezielle Vakzine für Kinder, sie sind angepasst worden und es ist nur ein Drittel der Dosis, die Erwachsene erhalten", sagte Regierungschef Naftali Bennett am Sonntag bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Millionen Kinder auf der Welt, vor allem in den USA, hätten sie bereits erhalten. „Die Impfstoffe sind sicher und effektiv, sie gewähren die Gesundheit unserer Kinder."
Bennett verwies auf die jüngste Corona-Welle in Europa; auch in Israel sei wieder ein gewisser Anstieg des R-Faktors zu beobachten. „Der Winter beginnt und wir stehen offenbar vor einer Erkrankungswelle bei Kindern." Der Ministerpräsident bekräftigte, sein eigener Sohn David werde „einer der ersten" sein, der den Impfstoff für Kinder in dieser Altersgruppe erhalten werde.
Das israelische Gesundheitsministerium hatte vor einer Woche entschieden, dass der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer auch Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren verabreicht werden darf. Nach Medienberichten könnten in Israel gut eine Million Fünf- bis Elfjährige die Impfung erhalten.
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war in Israel seit zwei Monaten rückläufig. Am Sonntag meldete das Gesundheitsministerium 230 für den Vortag. Im September waren es an einzelnen Tagen noch mehr als 11.000 gewesen. Experten warnen aber vor einem beginnenden Neuanstieg der Infektionsfälle in Israel. (dpa)
Watzke mahnt vor Geisterspielen
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat zwei Wochen vor dem Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern München vor Geisterspielen gemahnt, zumindest in Nordrhein-Westfalen. „Fußball ist eine Freiluftveranstaltung, das muss man bedenken", sagte Watzke auf der Mitgliederversammlung am Sonntag: „Und ich bin schon der Meinung, dass wir uns nicht in Kollektivhaftung mit anderen Regionen nehmen lassen dürfen, die sich weniger haben impfen lassen und deshalb ganz andere Zahlen haben. Da haben wir in Nordrhein-Westfalen unsere Hausaufgaben relativ gut gemacht." Zudem habe er vom Gesundheitsamt gehört, „dass es noch überhaupt keine Auffälligkeiten gab, die mit einem Spiel von Borussia Dortmund zu tun hätten." (dpa)
Mehr als Hälfte der Deutschen ist für Corona-Impfpflicht
Gut die Hälfte der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für eine Impfpflicht bei Corona. 52 der Befragten hätten sich in einer Insa-Erhebung für die „Bild am Sonntag" dafür ausgesprochen, meldete das Blatt. 41 Prozent seien dagegen. Für die Antwort „weiß nicht/keine Angabe" hätten sich sieben Prozent entschieden.58 Prozent der Befragten zeigten sich den Angaben zufolge unzufrieden mit der Arbeit der aktuellen Bundesregierung. Nur 32 Prozent äußerten sich zufrieden. (epd)
Kubicki kritisiert Söders Corona-Management scharf
Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki hat das Corona-Management in Teilen Süddeutschlands und insbesondere Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) scharf kritisiert. Söder stelle eigene Karriereambitionen vor den Schutz der Bevölkerung, sagte Kubicki am Sonntag auf einem FDP-Landesparteitag im schleswig-holsteinischen Neumünster. „Das ist charakterlos und menschlich erbärmlich."Vor allem im Süden Deutschlands sei die Pandemie-Lage schwierig, sagte Kubicki. Er verwies auf die im Vergleich niedrigen Impfquoten in Bayern und Sachsen. Hunderte Tote in diesen Ländern seien Fehler politischer Nachlässigkeit.
Kubicki warnte vor einer gesellschaftlichen Spaltung. „Jeder kämpft nur noch für sich." Wenn Kommentatoren forderten, ihn aus Talkshows zu verbannen, weil er sich für Grundrechte einsetze, „dann läuft was schief in diesem Land". Den Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, bezeichnete er wegen dessen Kritik am Verhalten der FDP als „Saddam Hussein der Ärzteschaft". (dpa)
Wiener Minister befürchtet weitere Radikalisierung der Corona-Gegner
In Österreich droht nach Einschätzung von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) eine weitere Radikalisierung der Gegner der Corona-Maßnahmen. Das sei sein Eindruck aufgrund der Kontrollen der 2G-Regel und von Vorkommnissen bei der Demonstration von rund 40.000 Menschen am Samstag in Wien, sagte Nehammer am Sonntag.Ein konkretes Beispiel für die Gewaltbereitschaft sei ein Brandanschlag auf ein Polizeiauto in Linz. Die beiden Tatverdächtigen hätten danach zugegeben, dass sie dabei die beiden Polizisten, die sie zuvor kontrolliert hätten, töten wollten. „Das ist ein Ausmaß an Radikalisierung, das in keiner Weise hinnehmbar ist." Es gebe Morddrohungen gegen den Kanzler und den Gesundheitsminister.
Bei der Demonstration hätten die meisten Menschen zwar friedlich ihren Unmut kundgetan, es habe sich aber auch gezeigt, dass „altbekannte Neonazis und Vertreter der neuen rechtsextremen Szene" versuchten, die Stimmung aufzuheizen. Zu den Vorfällen habe die Verharmlosung des Holocausts gehört, indem sich Demonstranten mit Judenstern als „ungeimpft" kenntlich gemacht hätten. Außerdem sei Kanzler Alexander Schallenberg mit dem KZ-Arzt Josef Mengele verglichen worden. Mengele hatte während des Nazi-Regimes viele Juden durch medizinische Versuche umgebracht.
In Österreich ist der Druck auf Ungeimpfte enorm. Es herrschen eine 3G-Regel am Arbeitsplatz, eine 2G-Regel, die Ungeimpfte aus weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausschließt, sowie ab Montag ein Lockdown für alle. Während diese Maßnahme für Geimpfte und Genesene am 13. Dezember enden soll, gilt sie danach für Ungeimpfte unbefristet fort. Das Land leidet unter einer massiven Corona-Welle mit einer Sieben-Tage-Inzidenz weit über 1000 Fällen pro 100.000 Einwohner. (dpa)
Britische Regierung lehnt allgemeine Impfpflicht ab
Großbritannien lehnt eine allgemeine Corona-Impfpflicht wie in Österreich ab. Sich impfen zu lassen, sei eine persönliche Entscheidung, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Sonntag der BBC.
„Falls Leute etwas zurückhaltend sind, sollten wir mit ihnen zusammenarbeiten und sie ermutigen", sagte Javid. „Es liegt an Österreich und anderen Ländern zu entscheiden, was sie tun müssen. Wir haben das Glück, dass es in diesem Land viel weniger Menschen gibt, die bei Impfungen zögern, als andernorts."
Seit Mitte November muss das Personal in britischen Pflegeheimen vollständig geimpft sein, für Frühling hat die Regierung zudem eine Impfpflicht für Beschäftigte des englischen Gesundheitsdiensts NHS angekündigt. Ungeimpfte dürfen dann keinen Kontakt mit Patienten mehr haben, daher droht vielen Menschen die Entlassung. „Was eine Impfpflicht für die allgemeine Bevölkerung angeht, so glaube ich nicht, dass wir das jemals in Betracht ziehen würden", sagte Javid.
In England gelten bereits seit Mitte Juli keine Corona-Regeln mehr. Es sollen derzeit auch keine Beschränkungen wieder eingeführt werden, wie der Gesundheitsminister dem Sender Sky News sagte. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt seit Wochen bei mehr als 40.000, nimmt aber längst nicht so stark zu wie in Deutschland.
Ein deutlicher Anstieg der Infektionen in Großbritannien sei unwahrscheinlich, sagte einer der Entwickler des Astrazeneca-Impfstoffs, Andrew Pollard, der BBC. Weil sich bereits so viele Menschen mit Corona infiziert hätten, sei die Immunität in der Bevölkerung recht hoch. Hinzu komme die hohe Anzahl Impfungen. Bisher sind 80 Prozent der über 12-Jährigen vollständig geimpft. (dpa)
Wie Lang Muss Man Am Tag Schlafen
Source: https://www.tagesspiegel.de/wissen/coronavirus-in-deutschland-lauterbach-lehnt-impfpflicht-fuer-pflegekraefte-ab/25560996.html
Posted by: bennettyourron1938.blogspot.com

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